Heizungsbewertung mit der EAV-Methode

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Datum: 05. April 2016
Zeit: 17:30 - 19:15
Ort: KEBAB Vortragsraum

Experten UE: 2
Moderation: Hugo Starken, KEBAB gGmbH
Referenten: Prof. Dr.-Ing. Dieter Wolff, Ostfalia Hochschule


Veranstalter: Aktionskreis Energie e.V., KEBAB gGmbH
Förderung: Umwelt- und Naturschutzamt Steglitz-Zehlendorf , Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf

Bildungsvortrag

Heizungsbewertung mit der EAV-Methode

Die meisten Wärmeerzeuger in Bestandsgebäuden sind erheblich überdimensioniert, wegen:

  • früherer Normung mit erheblichen Sicherheitszuschlägen,
  • pauschaler Wärmeabrechnung bei Fernwärme,
  • Dimensionierung der Anlagen wie bei Dampfheizungen, Schwerkraftheizungen, Koksheizungen, die bei späteren Erneuerungen unhinterfragt übernommen wurden
  • Erneuerung von Kesselanlagen/Heizzentralen in der Nachwendezeit an Gebäuden mit extrem schlechtem baulichen Gesamtzustand
  • Erneuerung/Verbesserung an der Gebäudehülle ohne Anpassung/Optimierung der Heizanlagen

Die Umsetzung der Energie- und Klimaschutzziele Berlins erfordert die kostengünstige Hebung der versteckten Energiesparpotentiale. Die EAV-Methode stellt hierzu ein praktikables Dimensionierungs- und Optimierungsverfahren zur Heizungsbewertung dar.

Der „energetische Fingerabdruck“ eines Gebäudes ergibt eine zuverlässigere Beurteilungs- und Planungsgrundlage als die z.T. sehr aufwändigen und mit Unsicherheiten behafteten Rechen- und Simulationsverfahren.

Prof. Wolff von der Ostfalia Hochschule wird uns mit seiner EAV Methode zur Erfassung, Ausweisung und Beseitigung von möglichen Schwachstellen bei vorhandenen Heizsystemen bekannt machen und auf folgende Aspekte eingehen:

  1. EAV-Verfahren: Fingerabdrücke Gebäude – Nutzung – Wärmeerzeuger
  2. Beispiel: MFH – Kesselverluste – Trinkwarmwasser – Raumheizung
  3. Prognose von Modernisierungsmaßnahmen – Sanierungswirkung bei untersuchten Feldanlagen; Sanierungswirkung Fassaden­dämmung
  4. Die Energieanalyse aus dem Verbrauch (EAV) in technischen Normen
  5. Umsetzung wirtschaftlicher Maßnahmen mit Qualitätssicherung und Erfolgsnachweis
  6. Zukünftige Anwendungen – EnEV – Energieausweis – Endenergie und CO2

Die EAV-Methode ist mittlerweile Gegenstand von verschiedenen Normen und Richtlinien

  • DIN 18599 im Beiblatt 1: Energetische Bewertung von Gebäuden – Berechnung des Nutz-, End- und Primärenergiebedarfs für Heizung.
  • DIN EN 12831 Beiblatt 2: Heizungsanlagen in Gebäuden: Vereinfachtes Verfahren zur Ermittlung der Gebäude-Heizlast und der Wärmeerzeugerleistung.
  • VDI-Richtline 3807 Blatt 5: Verbrauchskennwerte für Gebäude

Vortragsuntelagen von Prof. Wolff:


Anmeldung

Die Veranstaltung ist ausgebucht.