Infraleichtbeton – Eine ernstzunehmende Alternative des nachhaltigen Bauens?

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Datum: 14. März 2017
Zeit: 15:30 - 18:00
Ort: Fakultät VI

Experten UE: 2-2-2
Moderation: Dipl.-Ing. Roland Borgwardt
Referenten: Dr.-Ing. Alexander Hückler, TU Berlin (FG Entwerfen und Konstruieren – Massivbau)


Veranstalter: Aktionskreis Energie e.V., KEBAB gGmbH
Förderung: Umwelt- und Naturschutzamt Steglitz-Zehlendorf , Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf

Bildungsvortrag

Infraleichtbeton – Eine ernstzunehmende Alternative des nachhaltigen Bauens?

Es wird eng mit den herkömmlichen Baumaterialien. Sand wird inzwischen auf dem schwarzen Markt gehandelt, in Indien gibt es eine ausufernde Sandmafia, weil nur bestimmte Sande für die Herstellung von Beton geeignet sind (peak sand) und für die Herstellung von Zement werden in Java ganze Berge im Naturschutzgebiet abgetragen (siehe dazu auch unsere Veranstaltung zum Sandverbrauch).

4,6 Milliarden Tonnen Zement werden heute pro Jahr verbaut, davon die Hälfte in China. Dabei werden 3 Milliarden Tonnen CO2 freigesetzt, viermal so viel wie der internationale Flugverkehr.  (Bei der Herstellung von einer Tonne Zement werden 600 kg C02 frei). Höchste Zeit, dass sich die Bauwirtschaft um andere Materialien kümmert. Die TU Berlin forscht seit langem an Infraleichtbeton, der mehrere Eigenschaften verbinden soll:

  • Gute Wärmedämmung, um eine monolithische Wand mit einem U-Wert von >0,2 W/m²K zu realisieren,
  • ausreichende Festigkeit
  • die Möglichkeit der Gestaltung sowie
  • ausreichende Diffusionsdichtigkeit gegen Schlagregen und Gase.

Dr.-Ing. Hückler wird uns in einem Vortrag über den Stand der Entwicklung informieren und uns im zweiten Teil das Labor der TU vorstellen, in dem die Bauteile getestet werden.

In Lichtenberg wird das erste öffentliche Gebäude mit Infraleichtbeton geplant. Wir haben Gruber und Popp Architekten gebeten, uns die Baustelle nach dem Richtfest vorzustellen.

Vortragsunterlagen Dr. Ing. Alexander Hückler


Anmeldung

Die Veranstaltung ist ausgebucht.