Führung durch das Studentendorf Schlachtensee

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Datum: 26. Januar 2016
Zeit: 16:00 - 18:00
Ort: Studentendorf Zehlendorf

Moderation: Dipl.-Ing. Peter Schrage-Aden, Aktionskreis Energie e.V.
Referenten: Dipl. Arch Mila Hacke; Andreas Barz


Veranstalter: Aktionskreis Energie e.V.
Förderung: Umwelt- und Naturschutzamt Steglitz-Zehlendorf

Besichtigung

Führung durch das Studentendorf Schlachtensee

Dauerausstellung im Studentendorf  Schlachtensee von Mila Hacke

Treffpunkt:
Ausstellung im Foyer Haus 9-10, vom Dorfplatz des Studentendorfes ausgeschildert
Wasgenstraße 75
Wir bitten um Voranmeldung:

AUSSTELLUNG „10 Jahre Erneuerung

10 Jahre denkmalgerechte Erneuerung des Studentendorfs Schlachtensee. Das ist ein großer Erfolg gegen den in den 90igern geplanten Abriss und ein Sieg des genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Über diese Geschichte gibt es eine Dauerausstellung von Mila Hacke.

Die Kuratorin bietet exklusiv für den Aktionskreis, zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Andreas Barz, eine Führung durch die Ausstellung, über die Baustellen und in fertige Häuser an. Die denkmalgerechte Erneuerung durch Winfried Brenne Architekten läuft seit 2013.

Am 16. Oktober hatte der Regierende Bürgermeister Michael Müller die Studentenhäuser 9-10 und 22-23 wiedereröffnet.

Was uns als Aktionskreis Energie besonders interessiert ist, mit welchem Aufwand und in welcher Qualität konnten die Gebäude zukunftssicher energiearm erneuert werden.

Anfang Oktober konnten die Studenten die Häuser 9-10 beziehen und in ihren Studentenbuden mit eigenen zugeordneten Bädern oder in Wohngemeinschaftsgruppen die Architektur von Fehling, Gogel, Pfankuch Architekten in ihrer wiederhergestellten Farbigkeit und Materialvielfalt mit zusätzlichem neuen Komfort genießen. Weitere Häuser sind in Kürze fertig gestellt. Seit dem erfolgreichen Anti-Abrisskampf in den 90ern saniert die 2002 gegründete Genossenschaft das Dorf im laufenden Betrieb. 2008 wurden die Häuser 4 und 8, danach die Häuser 20-21 und der jetzige Kindergarten von Reimers und Autzen Architekten erneuert und im Buch der Wüstenrot Stiftung „Denkmalpflege der Moderne – Konzepte für ein junges Architekturerbe“ gewürdigt.

Die Genossenschaft ist so überzeugt vom gemeinschaftlichen Wohnen und dem Bedarf für Studenten, dass sie ein neues Dorf im Wissenschaftspark Adlershof in Berlin initiiert hat, welches im letzten Herbst ebenfalls von Michael Müller, noch als Stadtentwicklungssenator, eröffnet wurde. Das Studentendorf mit fast 900 dort lebenden Studenten aus aller Welt war für sehr viele Studenten über das mehr als 50jährige Bestehen Wohnort in Berlin während des Studiums an der Freien Universität. Kontakt mit vielen ehemaligen Bewohnern werden zur Zeit aufgebaut.

Mehr zum Studentendorf

Nach der Führung gibt es die Gelegenheit bei einem Glas den fachlichen Austausch zu pflegen.

Aus der Einladung:

Architekturtafeln geben einen kleinen Überblick der Planungs- und Baugeschichte, der Rettung des Dorfes und der erfolgten und geplanten Erneuerungsabschnitte. So wird die spannende Geschichte des Studentendorfes, welches 1959 auf Initiative von Eleanor Dulles für die Freie Universität Berlin aus Geldern des US State Department finanziert wurde, lebendig. Der FILM „Geschenke der Amerikaner – das Architekturerbe“ von Mila Hackes Ausstellung 2009 im Amerika Haus mit den Projektträgern Studentendorf Schlachtensee eG und TU Berlin, wird mit Erlaubnis des Landesarchivs gezeigt, außerdem Radioberichte von Grundsteinlegung bis Anti-Abrisskampf.

Dem Gemeinschaftsgedanken des Studentendorfes folgend, bietet die Dauerausstellung „10 Jahre Erneuerung“ ein neues Wohnzimmer als Gemeinschaftsraum für kulturelle Veranstaltungen im Haus 9 und 10, in dem früher schon Versammlungen des Dorfrates und kulturelle Abende stattgefunden haben. Im Ausstellungsraum war bis in die 90er Jahre eine Druckerei, wo die Zeitschrift Konturen und vieles andere gedruckt wurde. Die Ausstellung ist im denkmalgerecht erneuerten Haus 9 und H10 im Foyer und anschließenden Ausstellungsraum zu sehen. Am Foyer in einer Halle liegt das Büro der SV Studentischen Selbstverwaltung, die auch den Club A18 mit Restaurant im expressiven Haus am Dorfplatz des Studentendorfes betreiben. A18 hieß die Buslinie  zur FU Berlin und sie war auch der Namensgeber für das erste Theater im Kulturprogramm des Dorfes. Das Theater A18 wurde von Klaus Völker geleitet, der später in den 90ern Direktor der Ernst-Busch-Schauspielschule war. Die Bühne des Theaters wurde im Foyer aufgebaut und die Stücke wurden auch auf Festivals in Westdeutschland aufgeführt und positiv in vielen Zeitungen besprochen.

In der Fotoausstellung wird die Geschichte des Studentendorfes auch durch ausgewählte Radio-Beiträge und Filme erlebbar. Im Begleitfilm der Ausstellung „Geschenke der Amerikaner“ mit originalen Aufnahmen des Stadtbild-Chronisten aus dem Landesarchiv sehen wir Willy Brandt einen Hubschrauber der Amerikaner vor dem RIAS besteigen und Luftaufnahmen des Studentendorfes. Eleanor Dulles ist im RIAS-Bericht über die Grundsteinlegung 1957 zu hören. Als Initiatorin und Berlin-Beauftragte des US State Department war sie öfter in Berlin, an der Freien Universität und im Studentendorf.

Die Architektur von Fehling, Gogel und Pfankuch Architekten wird anhand von neuen und historischen Fotos und Archivplänen dargestellt. Außerdem der Matternsche Garten als Gartendenkmal und seiner Wiederherstellung und Anpassung durch Dr. Uwe Neumann Landschaftsarchitekt. Das von der Genosseschaft initiierte neue Studentendorf in Adlershof, welches von den Architekten Die Zusammenarbeiter im Herbst 2014 fertiggestellt wurde, wird ebenfalls besprochen. Im Focus steht die denkmalgerechte Erneuerung der Bauten − von den ersten Bauabschnitten von Autzen & Reimers Architekten, der Eintragung als Nationales Kulturdenkmal, der aktuellen Erneuerung durch Winfried Brenne Architekten seit 2011 und einem Ausblick in die Zukunft.

Denkmalgerechte Erneuerung

Am 16. Oktober hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller die von Brenne Architekten denkmalgerecht erneuerten Studentenhäuser 9-10 und 22-23 eröffnet. 2013 haben Winfried Brenne Architekten die Studentenhäuser 18, 5-6 und den ehemaligen Bibliotheks-Pavillon Haus 28 denkmalgerecht erneuert, und nun können Mitte Oktober die Studenten die „neuen“ Häuser beziehen und in ihren Studentenbuden mit eigenen zugeordneten Bädern oder in Wohngemeinschaftsgruppen die Architektur von Fehling, Gogel, Pfankuch Architekten in ihrer wiederhergestellten Farbigkeit und Materialvielfalt mit zusätzlichem neuen Komfort genießen.
Seit dem erfolgreichen Anti-Abrisskampf in den 90ern saniert die 2002 gegründete Genossenschaft das Dorf im laufenden Betrieb. 2008 wurden die Häuser 4 und 8, danach die Häuser 20-21 und der jetzige Kindergarten von Reimers und Autzen Architekten erneuert und im Buch der Wüstenrot Stiftung „Denkmalpflege der Moderne – Konzepte für ein junges Architekturerbe“ gewürdigt. Die Genossenschaft ist so überzeugt von gemeinschaftlichen Wohnen und dem Bedarf für Studenten, dass sie ein neues Dorf im Wissenschaftspark Adlershof in Berlin initiiert hat, welches im letzten Herbst ebenfalls von Müller, noch als Stadtentwicklungs-Senator, eröffnet wurde.

Das Studentendorf mit fast 900 dort lebenden Studenten aus aller Welt war für sehr viele Studenten über das mehr als 50jährige Bestehen Wohnort in Berlin während des Studiums an der Freien Universität. Wir sind bereits in Kontakt mit vielen ehemaligen Bewohnern und prominenten Ehemaligen. Gern können Sie sich mit Ihren Erinnerungen bei uns melden.

Buchtipp:

Baukunst der Nachkriegsmoderne

Architekturführer Berlin 1949-1979
Hrsg. v. Adrian von Buttlar, Kerstin Wittmann-Englert u. Gabi Dolff-Bonekämper

Reimer, Berlin 2013,  29,95 €

Gebaute Landschaften

Fehling + Gogel und die organische Architektur: Landschaft und Bewegung als Natur-Narrative

Hrsg./ Autor Gunnar Klack

Transcript, Bielefeld 2015,  54,99 €

Gunnar Klack

Gebaute Landschaften

Fehling + Gogel und die organische Architektur: Landschaft und Bewegung als Natur-Narrative

Fehling+Gogel

Die Max-Planck-Gesellschaft als Bauherr der Architekten Hermann Fehling und Daniel Gogel

Jovis, Berlin 2009,  29,95 €

 

Dank einer Förderung durch das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf ist die Veranstaltung für die interessierte Öffentlichkeit kostenfrei.

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