Adiabate Kühlung bei Böll-Stiftung und TAZ-Neubau – Erfahrungen und Monitoringergebnisse – AkE-Online

Datum: 08. September 2020
Zeit: 17:30 - 20:00


Experten UE: 0-1-1
Moderation: Dipl.-Ing. Peter Schrage-Aden, Aktionskreis Energie e.V.
Referenten: Dipl.-Ing. Marco Schmidt, TU Berlin


Veranstalter: Aktionskreis Energie e.V., KEBAB gGmbH, Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf
Förderung: Umwelt- und Naturschutzamt Steglitz-Zehlendorf

Bildungsvortrag

Adiabate Kühlung bei Böll-Stiftung und TAZ-Neubau – Erfahrungen und Monitoringergebnisse – AkE-Online

Vorbemerkung:

Die Schulung am 8.9.2020 war mit 47 Teilnehmern gut besucht  und ausserordentlich informativ. Der Referent hat einige Dokumente für uns unter www.bimoka.de/ake zusammengestellt.

Wir werden im Frühjahr 2021 versuchen, eine Führung durch das TAZ-Gebäude anzubieten, um uns vor Ort über die Technik zu informieren. Die laufenden Meßergebnisse werden wir versuchen, regelmäßig zur Verfügung zu stellen. Der Abschlußbereicht soll am 30.6.2024 vorliegen. Herr Schmidt arbeitet auch an Lösungen für kleine Gebäude. Wir werden an diesem spannenden Thema dran bleiben.

Adiabate Kühlung scheint in vielen Fällen die energieeffizienteste Lösung insbesondere für Verwaltungsgebäude zu sein. Für Kühlung wird ca. 2030 weltweit mehr Energie verwendet als für das Heizen von Gebäuden. 10% des globalen Stromverbrauchs werden für Kühlung verwendet. Von daher ist die Behandlung dieser Frage von besonderer Bedeutung.

Am 2.11.2015 hatten wir uns zuletzt das Gebäude der Heinrich-Böll-Stiftung besichtigt.  Das Haus ist jetzt 11 Jahre in Betrieb und war seinerzeit das modernste Bürogebäude mit einer innovativen Heiztechnik durch Nutzung der Abwärme der EDV, einer adiabaten Kühlung und diversen anderen Besonderheiten.

2015 wurde auch der Grundstein für das neue TAZ-Gebäude gelegt, das von den gleichen Architekten errichtet wurde und auf die gleiche Weise gekühlt wird.

Leider sind beide Gebäude nicht zertifiziert, aber es erfolgt jetzt ein Monitoring, das von der TU-Berlin betreut wird. Beide Gebäude haben stark schwankende aber in Spitzenzeiten sehr hohe Besucherzahlen, beide Gebäude weisen großflächige Verglasungen auf, die den politischen Anspruch nach Transparenz verdeutlichen soll.

Wir haben Marco Schmidt gebeten, uns die beiden Kühlungssysteme und die ersten Ergebnisse des Monitorings vorzustellen, aus denen wir ableiten wollen, in wieweit adiabate Kühlung eine reale Alternative zu Kompression- oder Absorptionskälteanlagen ist. Die Veranstaltung ist Teil unserer Reihe „Kältetechnik“, die uns u.a. schon mehrfach in die TU geführt hatte.

Der Energiebericht der Heinrich-Böll-Stiftung wies 33,6 kWh/m²a für die Heizung, nicht klimabereinigt, aus. Wir sind gespannt, ob der Wert gehalten werden konnte und wo die TAZ nach einem Jahr realen Verbrauchs liegt.

Vortragsunterlagen von Dipl.-Ing. Marco Schmidt aktualisiert:


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