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Teil 1: Recht, Genehmigung und Systemeinordnung
Die Erschließung geothermischer Energiequellen gewinnt im Zuge der kommunalen Wärmewende zunehmend an Bedeutung – insbesondere für kalte Nahwärmenetze und quartiersbezogene Versorgungskonzepte. Gleichzeitig stellen rechtliche Rahmenbedingungen, Genehmigungsverfahren und regionale Besonderheiten viele Projekte vor erhebliche Herausforderungen.
Die Veranstaltung gibt einen fundierten Überblick über die aktuelle Rechtslage (Stand 2025) sowie die Genehmigungspraxis – mit besonderem Fokus auf die Situation in Berlin und Brandenburg. Darüber hinaus erfolgt eine Einordnung der Geothermie im Vergleich zu anderen Wärmeerzeugungstechnologien und im Kontext der aktuellen Diskussionen zur Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit.
Unsere Referenten:
- Dr.-Ing. Jakob Randow, Niederlassungsleiter Leipzig bei BauGrund Süd
- M.Eng. Sebastian Schäffler, Leiter Energiekonzepte, Siedlungen und Quartiere bei BauGrund Süd
verfügen über langjährige Erfahrung in der Projektentwicklung, Planung und Umsetzung geothermischer Anlagen – von Einfamilienhäusern bis hin zu großskaligen Quartierslösungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Integration geothermischer Systeme in Nahwärmenetze sowie der wirtschaftlichen und genehmigungsrechtlichen Bewertung komplexer Projekte.
Inhalte der Veranstaltung
- Einleitung in das Thema und Motivation
- Geothermie als Lösung für urbane Bebauung
- Einordnung in gesamtheitliche und volkswirtschaftliche Aspekte
- Geothermie als Hitzeschutz gegen „Urbane Wärmeinseln“
- Einordnung der Geothermie in die Wärmewende
- Rolle in der kommunalen Wärmeplanung
- Bedeutung für kalte Nahwärmenetze und Quartierslösungen
- Abgrenzung zu Luft-Wärmepumpen und anderen Technologien
- Technische Systeme und Einordnung
- Erdwärmesonden in Vertikalbohrungen
- Thermische Brunnen, Flächenkollektoren, aktivierte Bauteile und Eisspeicher
- Multiquellenlösungen (z. B. Kombination mit Abwärme, Solarthermie)
- Aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen (Stand 2025)
- Anwendung des Bergrechts (neue Tiefengrenze ab 400 m)
- Wasserrechtliche Anforderungen und Genehmigungen
- Regionale Besonderheiten und Genehmigungspraxis in Berlin/Brandenburg
- Schnittstellen zu Bau- und Umweltrecht
- Qualitätssicherung zur Umsetzung der Bohrarbeiten: Material, Prüfungen, Durchführung
- Genehmigungsverfahren in der Praxis
- Ablauf von der Projektidee bis zur Bohrfreigabe
- Beteiligte Behörden und Zuständigkeiten
- Typische Zeiträume und Verfahrensschritte
- Häufige Hemmnisse, Konfliktfelder und Lösungsansätze
- Fördermöglichkeiten und regulatorische Anreize
- Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)
- Förderprogramme des BAFA
- Förderfähigkeit von Machbarkeitsstudien und Quartierskonzepten
- Diskussionsgrundlagen für die Praxis
- Genehmigungsdauer vs. Projektwirtschaftlichkeit
- Relevanz regulatorischer Rahmenbedingungen für Investitionsentscheidungen
- Einordnung aktueller Kontroversen (z. B. Luft-Wärmepumpe vs. Geothermie)
Im Anschluss stellen sich die Referenten den Fragen und der Diskussion.
Um die Vertiefung von weiteren Bereichen der Thematik geht es in den beiden Folgeveranstaltungen:
1.09.2026 Teil 2: Geologie, Systemdesign und Wirtschaftlichkeit
29.09.2026 Teil 3: Projektentwicklung, Umsetzung und Best Practice
Weitere Fragen zum Thema können Sie bei Ihrer Anmedung im Notizfeld notieren.
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