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Der Spreepark Berlin als Praxisbeispiel
Für eine zukunftssichere Stadt sind nicht nur die Gebäude und Verkehr, sondern auch Grünflächen als Erholungsflächen wie zur Klimatisierung der Stadt und der Biodiversität von besonderer Bedeutung. Für diesen Park wurde erstmals eine Zertifizierung für Parks entwickelt und eine Vorzertifikat von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) in Platin vergeben.
Aus einem ehemaligen Vergnügungspark entsteht ein zukunftsweisender Ort, an dem Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Landschaftsarchitektur systemisch zusammen gedacht werden, um Erholung und Nachhaltigkeit zusammen zu bringen.
Die Sanierung des Riesenrads ist beispielhaft für diesen Anspruch. Große Teile der Altkonstruktion werden aufgearbeitet und wiederverwendet, neu ist das diagonal abgehängte Tragwerk, mit dem das Riesenrad direkt über dem Spiegel des neuen Wasserbeckens schweben wird.
Die Veranstaltung bietet einen fundierten Einblick in das zugrunde liegende Nachhaltigkeitskonzept und zeigt, wie sich energie- und ressourceneffiziente Lösungen auf Quartiersebene konkret umsetzen lassen. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Energieversorgung, Wasserhaushalt, Materialeinsatz und Flächennutzung.
Anhand ausgewählter Maßnahmen erläutern die Senior Nachhaltigkeitsberaterin Victoria Yanovska und der Projekt Direktor und DGNB Senior Auditor Thomas Kraubitz vom Büro Happold, welche technischen und planerischen Ansätze im Projekt verfolgt werden – von der Integration erneuerbarer Energien über innovative Regenwasserkonzepte bis hin zu Strategien zur Reduktion grauer Energie. Dabei wird auch aufgezeigt, welche Rolle ganzheitliche Bewertungssysteme und interdisziplinäre Planungsprozesse für die Qualitätssicherung spielen.
Die Teilnehmenden erhalten nicht nur einen Überblick über die zentralen Inhalte des Projekts, sondern auch eine Einordnung in aktuelle Anforderungen an nachhaltige Quartiersentwicklung und Energieplanung:
Projekt und Kontext
- Transformation eines Bestandsareals zu einem nachhaltigen Kultur- und Naturraum
- Besonderheiten eines „Nicht-Gebäude“-Projekts (Park, Infrastruktur, Bestand)
- Einordnung in aktuelle Anforderungen an Quartierslösungen und Stadtentwicklung
Nachhaltigkeitsstrategie des Spreeparks
- Leitbild und Zielsystem der Planung (u. a. Klima, Energie, Stoffkreisläufe)
- Anwendung von Bewertungssystemen (z. B. DGNB-orientierter Ansatz)
- Integration von Planung, Bau und Betrieb in einem durchgängigen Konzept
Energie und Klimaschutz
- Ansätze zur CO₂-armen bzw. klimaneutralen Energieversorgung
- Energieeffizienz im Zusammenspiel mit Freiraum- und Infrastrukturplanung
- Schnittstellen zwischen Energie, Wasser und Mikroklima
Wasser- und Ressourcenmanagement
- Regenwassermanagement und Klimaanpassungsstrategien
- Umgang mit Bestand und Materialkreisläufen
- Reduktion grauer Energie und nachhaltige Baustoffstrategien
Planungs- und Umsetzungsprozesse
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit (Planung, Engineering, Landschaftsarchitektur)
- Rolle von Partizipation und schrittweiser Entwicklung im Projektverlauf
- Qualitätssicherung über alle Projektphasen
Übertragbarkeit in die Praxis
- Welche Ansätze sind auf andere Quartiere übertragbar?
- Relevanz für Energieberatung, Planung und kommunale Projekte
Im Anschluss stellen sich die ReferentInnen den Fragen und der Diskussion.
Die Veranstaltung dient zugleich als fachliche Vorbereitung einer Baustellenbesichtigung am Freitag, 11.9., um 14 Uhr.
Die mit einem Passwort geschützten Vortragsunterlagen stehen zunächst nur den Mitgliedern und Teilnehmern mit Bescheinigung zur Verfügung.
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