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 tischen-sanierung/
SUMMARY:Paradigmenwechsel in der energetischen Sanierung – AkE-Online
DESCRIPTION:Emissionsminderung statt maximaler Effizienz. Warum nicht gleic
 h eine Wärmepumpe einbauen?Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der en
 ergetischen Sanierung. Anstatt erst aufwendig zu dämmen\, lohnt es sich o
 ft\, zunächst das bestehende Heizungssystem mit einer Wärmepumpe zu erg
 änzen. So kann kurzfristig CO₂ eingespart werden – mit guter Jahresar
 beitszahl für den Großteil des Jahres. Und wenn es doch noch einmal rich
 tig kalt werden sollte\, steht zur Absicherung noch der alte Heizkessel be
 reit. Diese Strategie belastet die Versorgung mit erneuerbaren Energien de
 utlich weniger – gerade in Zeiten der kalten Dunkelflaute – und verhin
 dert zusätzliche Kosten für die Energiewende.\nWas lief bislang schief?T
 rotz milliardenschwerer Investitionen in die energetische Gebäudesanierun
 g verfehlt der Sektor Jahr für Jahr seine Klimaziele\, gleichzeitig hat d
 ie Sanierungsrate in den letzten zwanzig Jahren noch nie die Ein-Prozent-S
 chwelle erreicht. Auch die Wirtschaftlichkeit vieler Maßnahmen muss in Fr
 age gestellt werden\, denn die CO₂-Reduktion blieb oft erheblich hinter 
 den Erwartungen zurück\, während die Kosten explodierten. Weiterhin blei
 bt der Gebäudesektor\, verantwortlich für mindestens 30 % der Treibhau
 sgasemissionen in Deutschland\, ein wesentlicher Treiber des Klimawandels 
 – und ein Ende ist nicht absehbar. Wie lange kann oder will sich unsere 
 Gesellschaft diese Investitionslogik noch leisten?\nDeshalb braucht es ein
 en Kurswechsel?\nBeim nachhaltigen Bauen und Betreiben von Gebäuden müss
 en zukünftig die tatsächlichen CO2-Emissionen im Mittelpunkt stehen. Es 
 nutzt nichts\, wenn wir mit einem wachsenden Ressourceneinsatz die Dämm- 
 und Technikstandards erhöhen. Eine sozialverträgliche Sanierung wird dad
 urch unmöglich\, während die CO2-Emissionen dennoch oder gerade deswegen
  hoch bleiben. Stattdessen sollten wir das Gebäude in seinem Lebenszyklus
  und seinem gesamten CO2-Fußabdruck in den Blick nehmen. Die bisherigen F
 örderansätze mit Fokus auf maximale Energieeffizienz und Komplettsanieru
 ngen sind finanziell wie klimatisch nicht mehr tragfähig. Das fordern neb
 en Politiker*innen wie Daniel Föst auch Institutionen wie die Initiative 
 Praxispfad CO₂-Reduktion. Der Fokus muss sich verschieben – hin zu pra
 ktikablen\, schnell wirksamen\, sozialverträglichen Maßnahmen der Emissi
 onsminderung.\nWo soll es hingehen?\nUnser Mitglied Prof. Dipl.-Ing. Taco 
 Holthuizen hat bereits 2018 Studie im Auftrag des BBU auf den begrenzten N
 utzen übermäßiger Dämmdicken hingewiesen. Die Studie geht auf Probleme
  wie Irrwege der heutigen Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudesektor ein. Sie
  zeigt anhand von realisierten Praxisbeispielen Wege auf\, wie CO2-neutral
 e Gebäudetemperierung mit Baukostenreduktion einhergehen kann. Mittlerwei
 le wurde an mehreren Projekten bilanziert und untersucht\, wie durch gezie
 lte technische Eingriffe CO₂ Emissionen effizienter eingespart werden k
 önnen als durch klassische Sanierungsstrategien.\nIm Vortrag wird basiere
 nd auf diesen Ergebnisse die Forderung nach einem Paradigmenwechsel in der
  energetischen Sanierung untermauert:\n\n\n 	Argumentationsgrundlagen für
  eine neue Sanierungsstrategie - Paradigmenwechsel in der energetischen Sa
 nierung\n 	Methoden zur vergleichenden Bewertung von Maßnahmen\n 	Konkret
 e Projektbeispiele\n 	Ergebnisse und Handlungsempfehlungen\n\nIm Anschluss
  stellen sich die ReferentInnen den Fragen und der Diskussion.\n\nParadigm
 enwechsel in der energetischen Sanierung – Vortragsübersicht in Stichpu
 nkten\n\n 	 Grundgedanke des Paradigmenwechsels\n\n\n 	\n\n 	Bisheriger Fo
 kus:\nAuf maximale Energieeffizienz durch umfassende Dämmung und technisc
 he Perfektion.\n 	Neuer Fokus:\nAuf wirksame Emissionsreduktion\, soziale 
 Verträglichkeit und wirtschaftliche Umsetzbarkeit.\n 	Ziel:\nEine nachhal
 tige und schnelle Transformation des Gebäudebestands – bezahlbar für E
 igentümer und Mieter.\n\n\n\n\n 	 Kritik an der bisherigen Sanierungspoli
 tik\n\n\n 	\n\n 	Scheitern der Effizienzhausstrategie:\nTrotz hoher Förde
 rungen bleibt die Sanierungsquote unter 0\,5 %.\n 	Gründe:\nHohe Baukoste
 n\, aufwändige Planungsprozesse\, geringe Akzeptanz\, soziale Belastung d
 urch Mieterhöhungen.\n 	Fazit:\nDer bisherige Weg führt weder zu Klimazi
 elen noch zu breiter Umsetzung – ein Umdenken ist notwendig.\n\n\n\n\n 	
  Zentrale Ziele des neuen Ansatzes\n\n\n 	\n\n 	Reduktion fossiler Emissio
 nen:\nMinimierung von CO₂-Ausstoß während Bau und Betrieb.\n 	Sozialve
 rträglichkeit:\nMaßnahmen müssen für Mieter*innen bezahlbar und warmmi
 etenneutral bleiben.\n 	Bezahlbarkeit grüner Energie:\nNutzung lokaler\, 
 erneuerbarer Quellen zur Kostenstabilität.\n 	Beschleunigung der Umsetzun
 g:\nSchnelle\, pragmatische Lösungen statt perfekter\, teurer Gesamtsanie
 rungen.\n\n\n\n\n 	 Vier häufige Irrtümer in der Sanierungspraxis\n\n\n 
 	\n\n 	Irrtum 1 – Heizenergie = Endenergie:\n→ Falsch. Strom für Lüf
 tung\, Pumpen und Steuerungen wird oft übersehen\, verzerrt CO₂-Bilanze
 n.\n 	Irrtum 2 – Technologieoffenheit nur bei Heizungssystemen:\n→ Auc
 h Gebäudehülle braucht flexible Lösungen – keine starre Dämmvorgabe.
 \n 	Irrtum 3 – Weniger Dämmung = mehr Energieverbrauch:\n→ Nicht zwan
 gsläufig. Effiziente Systemkombination kann Verluste kompensieren.\n 	Irr
 tum 4 – Wärmepumpen brauchen Top-Dämmung und Fußbodenheizung:\n→ Fa
 lsch. Moderne Wärmepumpen funktionieren auch mit Heizkörpern und in Altb
 auten.\n\n\n\n\n 	 Technologische Offenheit und Systemdenken\n\n\n 	\n\n 	
 Ganzheitlicher Ansatz:\nGebäudehülle und Anlagentechnik werden gemeinsam
  betrachtet.\n 	Ziel:\nBehaglichkeit\, Ressourcenschonung und Wirtschaftli
 chkeit in Balance.\n 	Beispiel:\nKombination von Wärmepumpe und Gastherme
 /Blockheizkraftwerk schafft Flexibilität und senkt Netzlast.\n 	Ergebnis:
 \nWeniger Bedarf an neuen Gaskraftwerken – mehr dezentrale Versorgung.\n
 \n\n\n\n 	 Nutzung lokaler Energiequellen\n\n\n 	\n\n 	Potenziale direkt a
 m Gebäude:\n\n 	Abluft und Wärmerückgewinnung (25–45 % Energieeinspar
 ung)\n 	Geothermie oder Außenluftnutzung\n 	Kalte Nahwärmenetze oder sai
 sonale Wärmespeicher\n\n\n 	Vorteil:\nNutzung vorhandener Ressourcen ohne
  zusätzliche Flächen oder Abhängigkeit vom Energiemarkt.\n\n\n\n\n 	 De
 r zweistufige Sanierungsfahrplan\n\nStufe 1 – Sofortmaßnahmen (niedrige
  Kosten\, hohe Wirkung):\n\n\n 	\n\n 	Dämmung von Dach und Kellerdecke\n 
 	Installation einfacher Abluftsysteme\n 	Einbau einer Luft- oder Erdwärme
 pumpe\n 	Bestehende Heizkörper bleiben erhalten\n 	Ergebnis: bis zu 70 % 
 CO₂-Reduktion\, warmmietenneutral\n\n\n\nStufe 2 – Vertiefte Sanierung
  (langfristige Optimierung):\n\n\n 	\n\n 	Verbesserte Fassade und Fenster\
 n 	Effizienzhausstandard (z. B. EH 100 oder EH 85)\n 	Prüfung der Wirtsch
 aftlichkeit und ökologischen Bilanz\n 	Umsetzung nur\, wenn sinnvoll und 
 sozial tragbar\n\n\n\n\n 	 Die acht Leitprinzipien der neuen Sanierungsstr
 ategie\n\n\n 	\n\n 	CO₂- und Ressourcenminimierung:\nFokus auf Gesamtene
 rgieeinsatz – auch graue Energie berücksichtigen.\n 	Sozialverträglich
 keit:\nSanierungen dürfen keine Mieter verdrängen – warmmietenneutral.
 \n 	Zukunftssicherheit:\nEntkopplung vom volatilen Energiemarkt durch Eige
 nversorgung.\n 	Dezentralität:\nNutzung erneuerbarer Energiequellen direk
 t am Gebäude oder Quartier.\n 	Kosteneffizienz:\nMaßnahmen nach dem best
 en Verhältnis von Kosten zu CO₂-Ersparnis priorisieren.\n 	Gestufte Ums
 etzung:\nSchnelle\, wirksame Schritte zuerst\, danach Feinanpassung.\n 	Ge
 sundheit und Behaglichkeit:\nFrischluft\, Schimmelvermeidung\, sommerliche
 r Wärmeschutz.\n 	Zirkuläres Wirtschaften:\nWiederverwendbare Materialie
 n und Kreislaufdenken bei Bauprodukten.\n\n\n\n\n 	 Wirtschaftliche Bewert
 ung\n\n\n 	\n\n 	Kosten Stufe 1: ca. 300 €/m² → starke CO₂-Reduktio
 n (~14 €/kg eingespartes CO₂).\n 	Kosten Stufe 2: bis zu 910 €/m² 
 → nur geringe zusätzliche Einsparung (~60–70 €/kg CO₂).\n 	Schlus
 sfolgerung:\nErste Stufe wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll\; zweite 
 Stufe nur bedingt.\n\n\n\n\n 	 Fazit\n\n\n 	Der Paradigmenwechsel bedeutet
  weg von der maximalen Dämmung\, hin zu maximaler Wirkung pro eingesetzte
 m Euro.\n 	Ziel ist eine schnelle\, bezahlbare und emissionsorientierte Tr
 ansformation des Gebäudebestands.\n 	Erfolg misst sich nicht an Dämmstä
 rken\, sondern an sozialer Akzeptanz\, ökologischer Wirkung und praktisch
 er Umsetzbarkeit.\n 	Der neue Weg verbindet Klimaschutz\, Wirtschaftlichke
 it und Lebensqualität – und macht die Energiewende im Gebäudesektor re
 alistisch umsetzbar.\n\nZusammenfassung als Fließtext\n\nBeim Paradigmenw
 echsel in der energetischen Sanierung wird ein grundlegender Wandel in der
  Herangehensweise an Gebäudesanierungen beschrieben. Statt wie bisher auf
  maximale Effizienz durch umfassende Dämmung und aufwändige technische M
 aßnahmen zu setzen\, steht nun die Reduzierung von Emissionen und die soz
 iale sowie wirtschaftliche Verträglichkeit im Vordergrund. Der Referent\,
  Taco Holthuizen\, erläutert\, dass steigende Bau- und Energiekosten sowi
 e begrenzte Ressourcen einen neuen\, realistischeren Ansatz erforderlich m
 achen. Der Schwerpunkt soll künftig auf einer Kombination aus gezielten b
 aulichen Maßnahmen\, erneuerbaren Energien und systemisch durchdachter Pl
 anung liegen.\n\n2025-10-14 Paradigmenwechsel Zusammenfassung\n\n&nbsp\;\n
 \nDie mit einem Passwort geschützten Vortragsunterlagen stehen zunächst 
 nur den Mitgliedern und Teilnehmern mit Bescheinigung zur Verfügung.\n\n[
 wpdm_package id='17810']\n\nAktuelle Meldung zum Thema: Nachträgliche Wä
 rmedämmung spart weniger.\n\n"In der Regel überschätzt" fasst der Teche
 m- Datenreport die Wirkung von nachträglichen Gebäudedämmungen zusammen
 . Bei gedämmten Altbauten müsse deutlich mehr geheizt werden\, als zuvor
  errechnet.\n\nDagegen brauchen neue Häuser\, die nach den Regeln von 201
 4 gebaut wurden\, viel weniger Heizenergie als kalkuliert war. Es kommt er
 kennbar auf moderne\, energiesparende Gesamtkonstruktion an.\n\n&nbsp\;
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