Klimaforschung an Permafrostböden

Datum: 12. Februar 2019
Zeit: 17:30 - 20:00
Ort: KEBAB Vortragsraum

Moderation: Klaus Büge, PM Büge
Referenten: Dr. Paul Overduin, Alfred-Wegener-Institut


Veranstalter: Aktionskreis Energie e.V., KEBAB gGmbH, Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf
Förderung: Umwelt- und Naturschutzamt Steglitz-Zehlendorf

Infovortrag

Klimaforschung an Permafrostböden

Submariner Permafrost und Küsteninteraktion

Permafrost ist dauerhaft gefrorener Boden. Ein Viertel des Landes der Nordhalbkugel ist von Permafrostböden bedeckt, die eine Mächtigkeit von 1,5 km erreichen kann. Da Permafrost doppelt soviel Kohlenstoff speichert, wie in der Atmosphäre vorhanden ist, gehört er auch zu einer wichtigen Komponente des Klimasystems unseres Planeten.

Dr. Paul Overduin forscht an Submariner Permafrost und Küsteninteraktion am Alfred-Wegner-Institut in Potsdam. Er wird uns spannende Bilder und Erkenntnisse von seinen Forschungsreisen aus Sibirien und Nordamerika und zum submarinen Permafrost unter den arktischen Schelfmeeren präsentieren.

Nirgends erwärmt sich unsere Erde so schnell wie in den nördlichen Breiten. Dieser Erwärmung hat Konsequenzen für Permafrost unter der Landoberfläche, für Meereis und für die Ökosysteme der arktischen Schelfmeere.

Der submarine Permafrost stellt – ähnlich wie terrestrischer Permafrost – ein wesentliches Gas und Gashydrate Reservoir dar. Zugleich funktioniert der Permafrost wie eine gasundurchlässige Sperre, solange das Substrat gefroren bleibt. Taut der submarine Permafrost auf, könnte dieses Gas freigesetzt werden und zur Erhöhung der atmosphärischen Treibhausgaskonzentration beitragen.

Wir werden auch die Frage stellen, welche Anforderungen an Bauweisen auf Permafrostböden gestellt werden und erfahren welche Bedeutung die Notwendigkeit einer Kühlung von Gebäudeteilen in Permafrostregionen haben kann.

 

Vortragsunterlagen von Dr. Paul Overduin

 

 


Anmeldung

Buchungen sind für diese Veranstaltung geschlossen.